Konzeption

Gesamtkonzeption

1. Sozialraumanalyse

Die in unseren vorangegangenen Anträgen getroffenen Aussagen sind nach wie vor
gültig und werden im folgenden noch einmal aufgeführt.

 Die OS befindet sich in Wermsdorf.
 Zum Ort, der gleichzeitig Verwaltungssitz ist, gehören 10 Ortsteile mit ca. 6000 Einwohnern.
 Die Kinder werden in zehn Kindertagesstätten, zwei Grundschulen und einer Oberschule unterrichtet und betreut.
 Unsere Schule besteht seit 1871. Sie wurde seitdem mehrfach umgebaut und erweitert und stellt sich heute als eine moderne Bildungseinrichtung dar, die allen Schülern sehr gute Bedingungen für erfolgreiches Lernen bietet.
 Wir verfügen außerdem über ein attraktives Außengelände, das Möglichkeiten zu aktiver Bewegung wie auch Ruhezonen bietet.
 Alle Schüler können auf Wunsch ein warmes, kostengünstiges Mittagessen in ruhiger Atmosphäre einnehmen.
 An unserer Schule lernen zum gegenwärtigen Zeitpunkt 187 Schüler aus allen Ortsteilen sowie aus den Nachbargemeinden Mutzschen, Dahlen und Ablaß- Neusornzig.
 Eine beträchtliche Anzahl von Schülern ist auf die Nutzung der Schul- bzw. Linienbusse angewiesen.
 Das soziale Umfeld der Kinder und Jugendlichen ist oft durch schwierige familiäre Verhältnissen (Patchwork-Familien, alleinerziehende Eltern) gekennzeichnet.
 Eine Reihe von Schülern zeigen deutliche Defizite im Sozialverhalten
 Die hohe Arbeitslosenrate der Region wirkt sich ebenfalls nachteilig auf die Situation aus.
 Aufgrund der ländlichen Lage müssen viele Eltern einen langen Arbeitsweg auf sich nehmen, so dass besonders die Schüler der unteren Klassenstufen am Nachmittag oft lange sich selbst überlassen sind.
 Zu den Traditionen an unserer Schule gehören:
- Tage der offenen Tür – Schnuppertage für Schüler der 4.Klassen der umliegenden Grundschulen – Sportfest mit umliegenden Grundschulen – Klassenfahrten und Exkursionen – Theaterveranstaltungen – Highlandgames für Klassen 6/7 – Sportfeste und Teilnahme an Wettkämpfen auf regionaler Ebene – Wissenswettbewerbe wie Mathematikolympiade, Geografieolympiade und Fremdsprachenwettbewerbe ( auch auf überregionaler Ebene) – feierliche Schulentlassungsfeiern – Berufsberatung, Berufsmesse

2. Zielstellung

a. Langfristige Ziele

 ständige Vertiefung der Unterrichtsarbeit als Hauptfeld der Begegnung von Lehrern und Schülern durch einen ausgewogenen Wechsel zwischen modernen und traditionellen Unterrichtsformen
 Schaffung von Angeboten für differenziertes Lernen
 Zuverlässige Abdeckung des zunehmenden Förderbedarfs
 Weiterentwicklung der Sozialkompetenz, Kreativität und Ausprägung von Interessen durch vielfältige Angebote
 Ausbau der Zusammenarbeit mit ortsansässigen Unternehmen und Vereinen
 Ausbau und Pflege der Schultraditionen

b. Ziele im Antragszeitraum

 Betreuung der Hausaufgaben unter besonderer Berücksichtigung der Orientierungsstufe, leistungsschwächerer Schüler bzw. der Schüler mit Forderbedarf
 Beratung und Hilfe bei Hausarbeiten, Facharbeiten und Bewerbung
 Ausschöpfen der individuellen Fördermöglichkeiten ( LRS, ADHS, Integration)
 Weiterentwicklung der Medienkompetenz
 Schaffung eines breiten Spektrums an Freizeitangeboten
 Förderung und Pflege sozialer Kontakte der Schüler über den Klassenverband hinaus
 weitere Bestärkung und Beförderung eines toleranten, gleichberechtigten und rücksichtsvollen Umgangs miteinander

3. Bezug zur Schulentwicklung/zum Schulprogramm

Die Kinder und Jugendlichen sollen in unserer Einrichtung in einer offenen, toleranten, gewaltfreien und anregenden Atmosphäre lernen und leben können, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund gleiche Chancen für ihre körperliche und geistige Entwicklung erfahren und bestmögliche Voraussetzungen für ihren künftigen Lebensweg erwerben. Das Motto unseres Ganztagsangebotes orientiert sich am Motto unseres Schulkonzepts.
Die einzelnen Angebote unterstützen dessen Umsetzung besonders im Sprach- und Medienbereich.

4. Begründung der Schwerpunktsetzung

Unser Förderbedarf konzentriert sich auf die Bereiche LRS, Sprache, Mathematik
und Defizite im Bereich Sport.
Für Schüler, die unter AD(H)S leiden, sind die verschiedenen Fördermaßnahmen besonders wichtig.
Die Hausaufgabenbetreuung liegt im besonderen Interesse der Schüler der Orientierungsstufe. Wir entsprechen damit auch dem ausdrücklichen Wunsch der Eltern, da dadurch vornehmlich den Schülern der neuen fünften Klassen der Übergang zur selbständigen Erledigung der Hausaufgaben erleichtert wird und sie ihre Kinder in Obhut wissen. Die Möglichkeit, sich bei Fachlehrern oder Mitschülern Hilfe zu holen, ist ebenfalls von Bedeutung.
Der bewusste und richtige Umgang mit den verschiedenen Medien insbesondere mit den Möglichkeiten des Internets stellt nicht nur für Schüler immer wieder eine Herausforderung dar.
Unsere Sportangebote gleichen Bewegungsdefizite aus und befriedigen andererseits den Bewegungsdrang der Kinder. Sie sind gleichzeitig ein Mittel, Teamgeist, Verantwortungsgefühl und Fairness zu erleben und zu praktizieren.
Die Angebote im Sprachbereich vermitteln vorwiegend spielerisch Kenntnisse über
Land und Leute und erleichtern den Schülern in Klasse 6 die Entscheidung für eine
zweite Fremdsprache.
Die Freizeitangebote unterstützen zum großen Teil das praktische Lernen und befördern wie auch alle anderen Angebote das Erleben von Gemeinschaft und Freude am gemeinsamen Tun und wirken so Defiziten in sozialen Kompetenzen entgegen.

5. Organisationsform/Mindestanforderungen der Kultusministerkonferenz

Wir möchten die von uns gewählte offene Form des Ganztagsbetriebes vorerst beibehalten, da sie sich unter unseren Bedingungen gut bewährt hat.
Die Verbindlichkeit für Eltern und Schüler ist angemessen und ermöglicht allen beteiligten Partnern eine kontinuierliche Arbeit.

6. Mindestanforderungen der Kultusministerkonferenz (KMK)

 Ganztagsschulen sind demnach Schulen, bei denen im Primar- und Sekundarbereich I über den vormittäglichen Unterricht hinaus an mindestens drei Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot für die Schülerinnen und Schüler bereitgestellt wird, das täglich mindestens sieben Zeitstunden umfasst,
 an allen Tagen des Ganztagsbetriebs den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ein Mittagessen bereit gestellt wird, die nachmittäglichen Angebote unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung organisiert, in enger Kooperation mit der Schulleitung durchgeführt werden und in einem konzeptionellen Zusammenhang mit dem vormittäglichen Unterricht stehen.

 Von Montag bis Donnerstag werden zwischen 7. 50 h und 15. 45 h über den Unterricht hinaus Angebote aus dem Freizeit- und Förderbereich sowie unterrichtsergänzende Projekte unterbreitet.
 Bei Bedarf besteht auch am Freitag bis 14.15 h Gelegenheit zur Erledigung von Hausaufgaben oder Internetrecherchen.
 Der Blockunterricht führt zu einer beginnenden Rhythmisierung des Tagesablaufs
und bietet einem Wechsel aus Frontalunterricht, individueller, Partner- und Gruppenarbeit mit Phasen der Ruhe und Entspannung.
 Für alle Schüler besteht an allen Unterrichtstagen die Möglichkeit, ein warmes
Mittagessen einzunehmen. Dafür steht ein Speiseraum zur Verfügung.

6. Rhythmisierung

Die Rhythmisierung des Unterrichts soll schrittweise angegangen werden und die Möglichkeit bieten, Methoden, die sich nicht bewähren durch besser geeignete Formen zu ersetzen.

Der Blockunterricht wurde auf Beschluss der Schulkonferenz schon mit dem Schuljahr 2007/08 eingeführt.

In den Klassen der Orientierungsstufe findet ein Teil des Unterrichts als Freiarbeit statt.

Besonderes Augenmerk richten wir in dieser Altersstufe auf den Prozess des Lernen Lernens.

Schwerpunkte der Projektarbeit sind die jährliche Projektwoche, klassenspezifische Projekte in einzelnen Fächern sowie im Fächer verbindenden Unterricht.

Es soll die Möglichkeit bestehen, Schüler mit besonderem Bedarf an individueller Lernarbeit zeitweise aus dem Klassenverband herauszulösen und individuell zu betreuen.

Das gemeinsame Mittagessen fördert Sozial- und Esskultur.

Buswartezeiten können in der Schule überbrückt werden.

Bei Bedarf stehen eine Reihe von Brettspielen, Konzentrations- und Geschicklich-keitsspiele zur Verfügung, die ebenso der Entwicklung sozialer Kompetenzen dienen.
Die im Aufbau befindliche Leseecke soll dieses Angebot noch erweitern

Für die Pausengestaltung können die Schüler ein großzügig gestaltetes Außengelände mit Spielflächen und Ruheplätzen nutzen.